Wenn mal alles viel ist …
Alle Jahre wieder … leider kommt nicht nur das Christuskind auf die Erde nieder und kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus …sondern es kommen daneben auch noch 1000 Dinge, die man machen will, machen muss, machen soll. Und alles fristgerecht zum 24. Dezember. Statt Freude und Leichtigkeit findet sich überall eine hohe Betriebsamkeit. Ein Termin folgt auf den nächsten. Man jongliert mit unterschiedlichen Dingen, oft geht es gut, manchmal fällt etwas herunter, manchmal geht etwas zu Bruch. Stille Nacht, heilige Nacht 😉
Da hilft nur ATMEN. Das ist unser Tipp für dich. Und ATMEN für Notfälle.
Also los: Einatmen, ausatmen.
Aber halt. Stopp. Machst du es auch richtig?
Oh je, jetzt steigt dein Stresslevel bestimmt gerade an. Jetzt sollst du dir auch noch um deine Atmung Gedanken machen? Aber ja. Genauso ist es. Denn es lohnt sich.
Häufig atmen wir falsch
Im Laufe der Zeit hat sich unsere Atemtechnik sehr verändert – viele Menschen atmen „falsch“. Wir atmen durch den Mund, mit der Brust, unregelmäßig, flach, schnell, halten die Luft an – auch im Schlaf. Kurz gesagt: Die Qualität, Effizienz und Entspanntheit der Atmung leidet. Das hat einfach damit zu tun, dass sich unsere Lebensumstände vom Steinzeitmenschen bis heute sehr verändert haben und wir unsere natürliche, mühelose Atmung einfach verlernt haben. Deshalb richten wir heute den Fokus auf unsere Atmung. Denn wenn du gesehen hast, wofür die Atmung alles verantwortlich ist, dann wirst du ihr sicherlich mehr Aufmerksamkeit schenken.
Richtiges Atmen ist wichtig
Die Atmung hat u.a. Auswirkungen auf unseren Blutdruck, auf unser Nervensystem, Körpertemperatur, Energiegewinnung, Denkfähigkeit, Gewicht, Stoffwechsel, letztendlich auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.
Es gibt sogar spirituelle und philosophische Traditionen, die sagen, dass jeder Mensch mit einer begrenzten Anzahl an Atemzügen auf die Welt gekommen ist. Wenn man also dauerhaft schnell und flach atmet, dann verkürzt sich damit das Leben. Umgekehrt verlängert eine lange, tiefe Atmung die Lebenszeit. Wissenschaftlich bewiesen ist das Ganze zwar nicht – aber auch nicht widerlegt.
Darüber hinaus gibt es Studien, die aufzeigen, dass bewusste, tiefe (Bauch-) Atmung das Stresslevel senkt, den Blutdruck reguliert und die Herzfrequenzvariabilität verbessert. Dies trägt positiv zur Lebensqualität bei und kann auch die Lebensdauer erhöhen.
Aber was heißt denn „richtiges“ Atmen?
Im Normalfall ist die Atmung im Ruhezustand kaum wahrnehmbar. Sie ist mühelos und entspannt. Und genau da wollen wir jetzt hin.
Geh in eine aufrechte Haltung. Stell dir einen Faden an deinem Oberkopf vor, der dich Richtung Himmel zieht und so deinen Lungen und deinem Zwerchfell maximal Platz verschafft.
Atme durch die Nase. Bei der Nasenatmung wird die Luft vorgewärmt und gefiltert, während bei der Mundatmung der Mund austrocknet und alle Partikel aus der Luft ungehindert in dein System eindringen. Alarm 😉
Atme in den Bauch. Lege deine Hände auf Brust und Bauch und spüre nach, wie sich dein Bauch bei der Einatmung hebt, während deine Brust ruhig bleibt.
Atme langsam und gleichmäßig. Zähl beim Einatmen z.B. bis vier und beim Ausatmen bis sechs. So förderst du deine Entspannung und atmest vollständig aus.
Jetzt aber zurück zu unserem konkreten Tipp für Notfälle: ATMEN
Nachdem wir uns angeschaut haben, wie Atmen im Alltag sein sollte, möchten wir auch noch einen kleinen sehr konkreten Tipp mit dir teilen. Und zwar eine Atemtechnik, die dir helfen kann, dein Nervensystem bewusst zu regulieren, Stress abzubauen und dich zu fokussieren. Und zwar kurzfristig.
Die Box-Atmung
Die Box-Atmung kannst du immer und überall machen. Sie ist nicht aufwendig oder auffällig. Sie unterstützt dich effizient zu atmen und ruhiger zu werden, Ängste loszulassen und dich zu fokussieren. Vielleicht kennst du sie aus dem Yoga – dann sei an dieser Stelle einfach erinnert daran, wie hilfreich eine Kombination aus Atemzählen und Atemanhalten sein kann.
Setz dich zunächst aufrecht und bequem hin.
Atme einige Male tief ein und aus – und richte deine Aufmerksamkeit besonders auf das Loslassen deines Atems.
Dann beginne:
Atme durch die Nase ein und zähle innerlich bis vier. Eins zwei drei vier.
Halte den Atem an und zähle wieder innerlich bis vier. Eins zwei drei vier.
Atme wieder aus und zähle wieder innerlich bis vier. Eins zwei drei vier.
Halte dann die Luft aus und zähle wieder innerlich bis vier. Eins zwei drei vier.
Dann beginne von vorn. Oftmals sind schon 5 Minuten sehr hilfreich.
Du kannst die Übung natürlich auch länger machen, wenn du möchtest – und du kannst auch die Zeiten der einzelnen Schritte verlängern. Also statt immer bis vier zu zählen, zählst du jedes mal bis sechs – oder acht. Beobachte dich dabei und sei achtsam.
Die Übung eignet sich nicht nur für „Notfälle“, d.h. wenn alles viel ist oder die Gedanken kreisen. Sondern sie unterstützt dich bei regelmäßiger Durchführung auch dabei im Alltag mühelos „richtig“ zu atmen.
Also …wenn es mal wieder Dicke kommt . Einfach ATMEN 😉
Denn aufregen ist etwas für Anfänger. Freudvoll und leicht atmen wir einfach – und zwar richtig 😉
Viel Freude!
Neueste Kommentare