Nicole Hackenberg

Was sein darf, kann sich verändern

Gestalttherapeutische Sitzungen

Was ist, darf sein, und was sein darf, kann sich verändern. (Werner Bock) 

Was ist Gestalttherapie? 

Gestalttherapie ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der den Menschen nicht in „gesund“ oder „krank“ einteilt.

Im Mittelpunkt steht nicht in erster Linie das Problem, sondern der Mensch – so wie er ist, mit allem, was zu ihm gehört, mit seinem Erleben, seinen Beziehungen, seinen Mustern, seinen Möglichkeiten. Und mit der Annahme, dass Menschen im Grunde Expertinnen ihres Lebens sind. Auch wenn sich das manchmal für dich überhaupt nicht so anfühlt.

Gestalttherapie interessiert sich weniger dafür, wie man eigentlich sein sollte – sondern dafür, wie du gerade wirklich bist. Denn erstaunlicherweise beginnt Veränderung oft genau dort 😉

Nicht durch Optimierung, sondern durch ehrliches Wahrnehmen.

 

Vom Verstehen ins Erleben

Viele Menschen, die zu mir kommen, haben schon viel über sich nachgedacht. Mit dem Kopf haben wie bereits erfasst, dass sie auf eine gewisse Art und Weise „funktionieren“. 

Sie haben auch schon viel über mögliche Gründe nachgedacht, können es sich vielleicht auch erklären, aber geraten immer wieder in ähnliche Situationen. Es verändert sich nichts.

Das liegt daran, dass Veränderung nicht allein über den Kopf passiert. Man kann sehr kluge Gedanken über sich haben – und gleichzeitig kaum spüren, wie es einem wirklich geht. 

Gestalttherapie versucht deshalb nicht nur zu verstehen, sondern erlebbar zu machen.

Zum Beispiel:

  • Wie fühlt sich Druck eigentlich im Körper an?
  • Was passiert in dir, wenn du etwas wirklich aussprichst?
  • Wann ziehst du dich innerlich zurück?
  • Wann wirst du eng?
  • Wann lebendig?
  • Und was passiert gerade zwischen uns im Kontakt?

Das klingt manchmal kleiner als es ist. Und oft ist es eine große Entdeckung. 

Muster die einmal sinnvoll waren

Es geht also nicht nur um Verstehen, sondern darum, sich selbst im Erleben kennenzulernen.

Dabei wird oft sichtbar, dass sich über die Zeit bestimmte Muster entwickelt haben:

  • stark sein statt Bedürfnisse zeigen.
  • funktionieren statt innehalten.
  • ausweichen statt klar werden.

Diese Muster waren sinnvoll. Heute laufen sie häufig automatisch weiter – auch dann, wenn sie uns nicht mehr guttun.

Gestalttherapie macht diese Muster nicht „weg“. Aber sie hilft, sie bewusster wahrzunehmen. Und genau dort entstehen neue Wahlmöglichkeiten.

 

„Lernen ist Entdecken.“ (Fritz Perls)

Deshalb wird in der Gestalttherapie nicht nur geredet.

Manchmal bleiben wir bei einem Satz länger stehen. Oder bei einem Gefühl.

Oder bei dem Moment, in dem du gerade ausweichst und lieber ein lustiges Thema anfangen würdest. (Passiert häufiger, als man denkt ;-))

Wir halten inne.

Schauen genauer hin.

Probieren vielleicht etwas aus.

Nicht künstlich.

Sondern so, dass wirklich etwas erfahrbar werden kann.

Denn Veränderung entsteht oft weniger durch Einsicht als durch neue Erfahrung.

Wichtige Prinzipien

Ganzheit – oder was „Gestalt“ bedeutet

Der Begriff „Gestalt“ steht für die Ganzheit unseres Menschseins. Wir erleben uns selbst oft nur in Teilen: als „funktionierend“, „stark“, „vernünftig“ – während andere Seiten wenig Raum bekommen.

Das kann sich mit der Zeit leer oder angespannt anfühlen.

 In der Gestalttherapie geht es darum, auch diese weniger gelebten Anteile wieder wahrzunehmen und Schritt für Schritt zu integrieren.

 Nicht, um „vollständig“ zu sein – sondern um wieder stimmiger mit sich selbst zu werden.

 

Gestalttherapie arbeitet im Hier und Jetzt.

Nicht, weil die Vergangenheit unwichtig wäre – ganz im Gegenteil.

Aber vergangene Erfahrungen zeigen sich meistens nicht nur in Geschichten über früher, sondern darin, wie wir heute leben, fühlen und in Kontakt gehen.

Zum Beispiel:

  • wie wir mit Nähe umgehen,
  • wie wir Konflikte erleben,
  • wie schnell wir uns anpassen,
  • oder wie schwer es fällt, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Begegnung auf Augenhöhe

Gestaltarbeit ist Beziehungsarbeit.

Ich begegne dir nicht als distanzierte Expertin mit fertigen Antworten.

Und du musst bei mir auch nicht „die richtige Patientin“ oder „der reflektierte Klient“ sein.

 Mich interessiert der echte Mensch.

 

Die Haltung dahinter wird oft mit Martin Bubers „Ich–Du“-Gedanken beschrieben:

Nicht nur du bist wichtig. Nicht nur ich.

Sondern auch das, was zwischen uns entsteht.

 

Ich teile meine Wahrnehmung mit dir.

Nicht als Wahrheit – sondern als Einladung zum Prüfen.

Und keine Sorge: Du musst dabei nicht sofort dein Innerstes freilegen oder in der ersten Sitzung weinend deine Kindheit aufarbeiten. Manchmal beginnt Veränderung auch damit, überhaupt erst zu merken, dass man die ganze Zeit versucht, alles „richtig“ zu machen.

Das alles erhöht die Wahlmöglichkeiten

Menschen haben die Fähigkeit, sich zu regulieren und zu entwickeln. Oft wird diese Fähigkeit durch alte Erfahrungen, Gewohnheiten oder innere Spannungen blockiert.

Mit der Zeit entsteht in der Gestalttherapie:

  • mehr Selbstwahrnehmung.

  • mehr Klarheit.

  • mehr Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen.

  • mehr Wahlmöglichkeiten im Handeln.

  • und häufig auch mehr Lebendigkeit.

 

Nicht perfekt.

Nicht dauerentspannt.

Nicht „endlich angekommen“.

 

Eher:

echter, bewusster und stimmiger mit Dir selbst.

 

Für wen das passt und für wen eher nicht 

Für wen das passt

Diese Art zu arbeiten passt gut für dich, wenn du…

  • viel über dich nachgedacht hast – und merkst, dass Verstehen allein nicht reicht.
  • bereit bist, dir selbst ehrlicher zu begegnen.
  • neugierig bist auf das, was in dir passiert.
  • nicht nur „schnelle Lösungen“ suchst.
  • bereit bist, dich auf einen Prozess einzulassen.

  • dir wünschst, dich selbst wieder mehr zu spüren.

  • das Gefühl hast, dass „funktionieren“ allein auf Dauer etwas wenig ist.

Vielleicht bist du auch gerade an einem Punkt, an dem du spürst: So wie bisher geht es nicht weiter – aber wie genau es anders gehen kann, ist noch nicht klar.

Dann kann die Gestalttherapie ein guter Ort sein. 

 

Für wen es eher nicht passt

 

Wahrscheinlich ist diese Arbeit weniger passend, wenn du…

  • vor allem konkrete Ratschläge oder schnelle Techniken suchst.
  • möchtest, dass dir jemand sagt, wie es „richtig“ geht.
  • dich im Moment nicht mit deinem eigenen Erleben beschäftigen möchtest.
  • Veränderung lieber auf der Ebene von Strategien und Lösungen hältst, ohne tiefer zu schauen.

 

Gestalttherapie kann herausfordernd sein.

Nicht, weil sie „schwer“ ist – sondern weil sie dich einlädt, dir selbst wirklich zu begegnen.

Und ehrlich gesagt: Das ist manchmal berührend, manchmal unbequem und manchmal überraschend entlastend.

Was dich in einer Sitzung konkret erwartet 

 

 Wir treffen uns für 50 min. Online oder in Präsenz.

Der Beginn ist oft ziemlich unspektakulär. Du kommst an. Wir schauen gemeinsam, was gerade da ist.

Manchmal ist das ein konkretes Thema. Manchmal eher ein diffuses Gefühl von Unruhe, Druck, Erschöpfung oder „ich weiß eigentlich gar nicht genau“.

 Wir arbeiten mit dem, was da ist

Es gibt keinen starren Ablauf. Kein therapeutisches Pflichtprogramm. Und meistens auch keine perfekten Erkenntnisse nach exakt 47 Minuten.

Manchmal wird etwas plötzlich klar. Manchmal passiert eher leise etwas.

Ich höre zu.

Ich frage nach.

Ich teile meine Wahrnehmung.

Und zwischendurch lachen wir vielleicht auch.

Denn selbst ernste Themen werden nicht automatisch besser, wenn man dabei ausschließlich bedeutungsvoll schaut 😉

 

Was sich verändern kann

Oft nicht spektakulär. Aber spürbar.

 

Zum Beispiel:

  • Du bemerkst deine Muster früher.
  • Du kannst dich besser abgrenzen.
  • Du nimmst deine Bedürfnisse ernster.
  • Du reagierst weniger automatisch.
  • Du fühlst dich lebendiger.
  • Oder innerlich klarer.

 

Veränderung zeigt sich meistens nicht in großen Durchbrüchen.

Sondern darin, dass du im Alltag irgendwann merkst:

„Interessant. Früher hätte ich ganz anders reagiert.“

 

Zum Schluss

Du musst nichts vorbereiten. Nichts leisten.

Und auch nicht besonders reflektiert oder „gut in Therapie“ sein.

 

Du kannst einfach mit dem kommen, was gerade da ist.

Der Rest entsteht im Prozess. Ich freu mich auf Dich!

Kontakt

Heidrun Künzel
0163 376 39 35
heidrun@freudvollundleicht.de

Nicole Hackenberg
0160 973 800 80
nicole@freudvollundleicht.de

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